Dienstag, 4. September 2012

Ötztaler Radmarathon …..unbekanntes Gebiet!!


Ich war einer der Glücklichen, die einen Startplatz für den Ötztaler Radmarathon 2012 mit 230km und 5500h bekamen. Es geht mit Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch gleich über vier Pässe die es in sich haben - für einen Triathlet mörderhafter Höhenmeter, und das gleich bei meinem ersten Radmarathon. 

In den letzten Tagen und Wochen stand eigentlich fast nur Radtraining am Programm dennoch war ich am 11.08.2012 beim Erzberglauf  über 12 km und 750hm am Start um eine kleine Abwechslung ins Training reinzubringen. Ich schlug mich sehr gut und so sah ich das Ziel in 1:06h.


So jetzt wieder zurück zum Ötztaler Radmarathon: Die Wettervorhersagen für den Renntagen stand unter keinem guten Stern. Regen, Schnee und Kälte....brrrrrr ...das kann gar nichts ….
Aber dennoch kam es nicht ganz so wild und der Wettergott hatte Mitleid -  je länger der Tag bzw. das Rennen dauerte desto schöner wurde das Wetter.....


Pünktlich um 6:45 fiel der Startschuss, und ich fuhr im großen Feld Richtung Kühtai zum ersten Anstieg. Bei einem Massenstart in einem so großen Fahrerfeld zu fahren ist nicht ganz ungefährlich und so gab es schon zu Beginn des Rennen einige Stürze. Ich kam aber gut durch und beim Aufstieg Richtung Kühtai konnte ich viele Plätze gut machen. Die Steigung selbst ist sicher einer der steilsten im ganzen Verlauf dieses Rennens.
Ich merkte, dass sich meine Beine gut anfühlten und freute mich schon auf die Abfahrt nach Innsbruck!


Meine Freude wurde allerdings gleich wieder gebremst.  Bei der Abfahrt von Kühtai kam wieder das alte Problem am Hinterrad auf. Bei einer gewissen Geschwindigkeit blockierte der Freilauf und gab komische Geräusche von sich. Nun hieß es: Ruhe bewahren, ständig bremsen und gleichzeitig treten um sicher vom Kühtai herunter zu kommen. Am Brenner gab es eine Servicestelle und ich hoffte, dass die das Problem lösen würden.


Am zweiten Anstieg zum Brenner lief auch alles sehr gut  und ich konnte die Plätze wieder aufholen, die ich bei der Abfahrt verloren hatte. Zur Steigung selbst ist eigentlich nicht viel zusagen, eine Durchschnittsgeschwindigkeit  von ca. 30km/h spricht für sich ...


Nach Kontrolle und Reperatur meines Hinterrad am Brenner ging es weiter zur Abfahrt Richtung Jaufenpass – doch das ungute Gefühl: „Hält mein Hinterrad???“ blieb. Mit Wut im Bauch, ging es Richtung Jaufpass, wo ich leider mitten im Anstieg ziemlich einbrach. Selber schuld, wenn man vergisst zu essen und zu trinken, da bekommt man dann bald die Rechnung dafür präsentiert. Ich rettete mich schön langsam Richtung Verpflegstation um dort wieder neue Energie zu tanken. Zur Steigung: Man macht von Kurve zu Kurve ca. 100hm, laut Garmin sind es zwischen 7-9% Steigung.


Nach meiner Stärkung am Jaufpass ging es dann zum letzten und längsten Pass des Tages, dem Timmlesjoch. Erst musste ich noch ein paar Höhenmeter überwinden bevor es zur Abfahrt Richtung Timmelsjoch ging. Dort angekommen hieß es Jacke und Handschuhe anziehen und dann abwärts und wieder mit dem mulmigen Gefühl im Bauch, hält mein Hinterrad?


Dann, nach erfolgreicher Abfahrt, ging es schön langsam aufs Timmelsjoch. Aber bevor man wirklich das Timmelsjoch sieht bzw. zum Anstieg kommt ist es ein sehr langer Weg. 
Man musste vorher zwei Ortschaften passieren und das zieht sich sehr in die Länge von einer Ortschaft zur nächsten. Nach der zweiten Ortschaft kam die Verpflegstation und von dort aus konnte man bei strahlend blauem Himmel das Timmelsjoch mit seinen berüchtigen Serpentinen sehen. Mein erster Gedanke war: „Das noch alles fahren?!?!“.

Also rauf aufs Timmelsjoch mit seinen lang gezogenen Straßen, irgendwie würde ich schon rauf kommen und schließlich konnte ich bei strahlend blauem Himmel die wundervolle Aussicht genießen und mich schon sehnsüchtig auf das Ziel freuen.


Am Timmelsjoch angekommen wartete es noch eine kurze Abfahrt Richtung letzten Anstieg zur Mautstelle, und dann hieß es nur mehr sturzfrei ins Ziel kommen um es richtig krachen zulassen.

Nach 10:37h erreichte ich das Ziel, und war überglücklich einer von denen zu sein, der es geschafft hatet!!  :-)


Mein Eindruck von Rennen selbst: Die Organisation ist sehr gut, ein Lob an den Veranstalter. Von der Stimmung her war entlang der Strecke leider nicht viel los, außer am Kühtai und im Ziel ging es richtig rund.
Ich war sehr beeindruckt von dieser Veranstaltung und werde mich auch für nächstes Jahr anmelden und hoffen, dass ich wieder einen Startplatz bekomme.


Mein 2. Saisonziel ist abgeschlossen. Was nun ????? Ich werde noch bei einem Halbmarathon in Oktober am Start stehen um meine Laufform zu verbessern. :-))

Bilder folgen noch...


Ihr hört von mir


Euer
Schirni